Sternsinger von St. Peter 2017

Die Sternsinger von St. Peter  verkünden die Frohe Botschaft

Mit einem fröhlichen Gottesdienst feierte die katholische Gemeinde St. Peter am  Freitag, dem 6. Januar, das Fest der Erscheinung des Herrn – besser bekannt als Dreikönigsfest und sandte „ihre“ Sternsinger aus.

Gestaltet hatten die 14 jungen Sängerinnen und Sänger die Messe zusammen mit ihrer Betreuerin, Frau Elisabeth Römer, mit den Gedanken des Sonnengesangs des Heiligen Franz von Assisi. Sie brachten – symbolisch –Bruder Sonne und Bruder Wind, Schwester Mond und Schwester Wasser zum Altar, um damit auf unsere Verantwortung für und unsere Brüderlichkeit mit der Welt hinzuweisen.  Und natürlich zeigten sie voller Freude und Stolz ihre funkelnden Kronen und glänzenden Sterne – in wochenlanger Arbeit selbst gefertigt –  sowie die prächtigen Gewänder, mit denen sie anschließend in Gemeinde und über die Gemeindegrenzen hinauszogen, um allen, die sie willkommen hießen, noch einmal die Frohe Botschaft von der Geburt Jesu und den Segen der Sternsinger in die Häuser zu bringen.

Erste Stationen waren – wie immer – das Seniorenheim am Nordring und des Deutschen Roten Kreuzes, deren Bewohnerinnen und Bewohner sich herzlich über die bunte Kinderschar und die gesungenen und gereimten Segenwünsche freuten.
„Christus mansionem benedicat – Christus segne diese Haus. Seinen Eingang, seinen Ausgang und alle, die darin wohnen“. Das ist die Bedeutung der Buchstaben *C*M*B, eingerahmt von der Jahreszahl 2017. Und von diesen drei Anfangsbuchstaben leiten sich auch die legendären Namen der „drei Könige“ ab: Caspar, Melchior und Balthasar.
Die Überlieferung zeigt sie stets als drei Männer in den drei Lebensaltern und den drei in der Antike bekannten Erdteilen entstammend: ein kniender Greis, den Gesichtszügen und der Kleidung nach aus dem „alten“ Europa, ein kräftig ausschreitender erwachsener Mann mit Turban, der Asien repräsentiert und ein junger Afrikaner, der die bunteste (und schönste) Kleidung trägt. Symbolisiert wird hiermit, dass Gottes Sohn, aus dem Volk der Juden geboren und diesem als Messias verheißen, in die ganze Welt gekommen ist. Und dies, den Eintritt, die Erscheinung des Herrn in und für die ganze Welt und für alle Menschen – ein zweites Weihnachten – feiern die Christen am Dreikönigstag.
Auch wenn vielleicht nicht jeder der bunten, strahlenden und fröhlichen Sängerschar, die am Freitag von St. Peter ausgesandt worden ist, den genauen theologischen Hintergrund des Festes, zu dessen Ehren sie singen, kennt – tatsächlich repräsentieren sie ebenso wie ihre Vorbilder die drei „alten“ Erdteile und dazu unzählige verschiedene Nationen. Sie haben zusammengefunden in einer Gemeinde, deren Motto „…so schön kann Kirche sein!“ niemand überzeugender verkörpert als diese wuselnden, singenden, lachenden Kinder:
„Wir wünschen euch ein gesegnetes Jahr – sagen Caspar und Melchior und Balthasar!“

Gabriele Türmer