Adventskranzbinden

Das Adventskranzbinden am letzten Samstag vor dem ersten Adventswochenende, wenn draußen meistens das obermiese Wetter vor sich hinnieselt und man eigentlich ganz furchtbar viel anders zu tun hätte – das gehört zu St. Peter, wie die allsonntägliche Verspätung beim Gottesdienst, wie die Sprüche an der Kirchenmauer.

„Wie lange machen wir das denn jetzt eigentlich?“ fragt eine der insgesamt 12 Teilnehmerinnen, während die ersten Weidenringe gebogen werden, die Grundgerüste für jeden Kranz.
„Keine Ahnung – zum achten, zum neunten Mal?“ Niemand weiß es genau.
Genau wissen aber alle, was unverzichtbar ist für einen wunderbaren Kranz aus eigener Werkstatt:
Edwins Riesenbündel Weidenzweige, Berge von Tannen- und Eibengrün, die er säuberlich im kleinen Raum des Pfarrzentrums ausbreitet, Gabrieles „Wildererbeute“: Efeufrüchte, Koniferenspitzen, ekelhaft stacheliges Ilex mit wunderbaren roten Beeren, Wacholder, Buchs und Hagebutten, alles passt auf die Kränze, die jedes Jahr runder, dichter und, so finden wir, mit Edwins und Renates geduldiger Hilfe auch immer schöner werden. Eine gewisse Routine scheint sich da inzwischen eingestellt zu haben.
Was noch dazu gehört – und absolut unverzichtbar ist: Kürbissuppe und Weihnachtsgeschichte, beides stets liebe- und humorvoll vorbereitet von Rainer Türmer. Während, nach dem gemeinsam gesungenen Tischgebet – angestimmt und dirigiert natürlich von Edwin – alle zufrieden vor sich hin löffeln, gibt Rainer eine „Gebrauchsanweisung für die bekanntesten Weihnachtslieder- zu singen vor dem Christbaum“ zum Besten, bei der kein Auge trocken bleibt!
Was ist das Fazit?
14 wunderschöne Adventskränze und: „Ach Leute – eigentlich hatte ich ja gar keine Zeit dieses Jahr … aber es hat wieder sooo viel Spaß gemacht!“

Gabriele Türmer